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GHK-Cu-Creme oder Serum: Was ist besser für die Haut?

Benjamin Georges, Gründer7 Min. Lesezeit

Serum und Creme sind keine Konkurrenten, sondern zwei Schritte derselben Routine. Ein Serum trägt den Wirkstoff in der Regel höher konzentriert auf die Haut, eine Creme hält anschließend Feuchtigkeit und schließt die Pflege ab. Wer GHK-Cu sucht, findet ihn in der Regel im Serum – und die Creme kommt darüber.

Worin unterscheiden sich Serum und Creme?

Der Unterschied liegt in der Zusammensetzung, nicht im Anspruch. Ein Serum ist überwiegend wässrig und enthält wenige, hoch dosierte Wirkstoffe. Eine Creme bringt zusätzlich Fette und Emulgatoren mit, die einen Film auf der Haut bilden. Das eine liefert den Wirkstoff, das andere hält ihn und die Feuchtigkeit dort, wo sie hingehören.

Daraus folgt der ganze Rest: die Menge, die Reihenfolge, das Hautgefühl. Ein Serum wird tropfenweise dosiert und zieht schnell ein. Eine Creme wird großzügiger aufgetragen und bleibt spürbar. Beides ist Kosmetik, und beides arbeitet am Erscheinungsbild der Haut: das Serum am Grain und am Aussehen feiner Linien, die Creme an Geschmeidigkeit und Feuchtigkeit. Zusammen lassen sie die Haut glatter, ebenmäßiger und praller wirken – nur eben an unterschiedlichen Stellen der Routine.

Der Vollständigkeit halber: Eine GHK-Cu-Creme ist kein schlechteres Produkt als ein Serum. Sie ist ein anderes. Marken, die eine Creme anbieten, verkaufen damit in erster Linie eine Textur, keine schwächere Rezeptur.

Welche Textur bringt mehr Wirkstoff auf die Haut?

Das Serum – aus einem nüchternen Grund: Es hat mehr Platz dafür. Weil kaum Fettphase und wenig Emulgator nötig sind, bleibt ein größerer Anteil der Rezeptur für die Wirkstoffe. Über die Aufnahme in der Haut sagt das nichts; die hängt von der gesamten Rezeptur ab, nicht von der Textur.

Wichtiger als die Galenik ist deshalb die Angabe auf der Verpackung. Und genau da wird es unübersichtlich: Prozentangaben bei Kupferpeptiden sind uneinheitlich. Manche Marken nennen den Anteil der fertigen Wirkstofflösung, andere den Anteil des reinen Peptids. Zwischen beiden liegt oft der Faktor 200. Wer zwei Produkte vergleicht, sollte zuerst prüfen, worauf sich die Zahl bezieht – bei einer Creme genauso wie bei einem Serum.

Wie sich eine solche Angabe lesen lässt, steht ausführlich im Leitfaden zum GHK-Cu-Serum.

Wurden die Studien mit einer Creme oder mit einem Serum gemacht?

Mit Cremes. Die beiden am häufigsten zitierten kosmetischen Untersuchungen zu GHK-Cu arbeiteten über zwölf Wochen mit einer Gesichtscreme und mit einer Augencreme. Ein direkter Vergleich zwischen Serum und Creme mit demselben Wirkstoff liegt nicht vor. Auch die Untersuchung an der Oberschenkelhaut prüfte laut ihrem Titel eine Creme (Abdulghani u. a., 1998). Ein Serum kam erst in einer jüngeren, kleinen Studie vor: 40 Frauen trugen acht Wochen lang ein Serum mit verkapseltem GHK-Cu auf einer Gesichtshälfte auf, verglichen mit einem anderen Produkt oder dem Serum ohne Wirkstoff auf der anderen (Badenhorst u. a., 2016). Eine Creme war nicht darunter. Mehr lässt sich aus der Literatur nicht herauslesen.

Im Einzelnen: In einer Studie über zwölf Wochen mit 71 Frauen mit lichtbedingten Hautveränderungen wurde nach Anwendung einer GHK-Cu-Creme eine höhere Hautdichte gemessen; die verwendete Konzentration wird in der Veröffentlichung nicht genannt. Eine zweite Studie mit 41 Frauen verglich über zwölf Wochen eine GHK-Cu-Augencreme mit einem Placebo und einer Vitamin-K-Creme, wobei die GHK-Cu-Augencreme in den erhobenen Messwerten besser abschnitt. Beide Befunde stammen aus Kongressbeiträgen von Leyden und Kollegen aus dem Jahr 2002; wir kennen sie aus der Übersichtsarbeit von Pickart und Margolina (2018) und haben die Daten nicht selbst eingesehen.

Diese Befunde sind kein Beweis für ein einzelnes Produkt, und schon gar nicht für eine Textur. Die Untersuchungen sind klein, älter, teilweise industriefinanziert und stammen überwiegend aus einem einzigen Forschungsumfeld. Was daraus folgt und was nicht, ist Thema von Wie wirken Kupferpeptide auf der Haut.

In welcher Reihenfolge trägt man Serum und Creme auf?

Zuerst das Serum, danach die Creme – von der leichtesten zur reichhaltigsten Textur. Wenige Tropfen auf die gereinigte, trockene Haut, kurz einziehen lassen, anschließend eine erbsengroße Menge Creme darüber. Morgens folgt der Sonnenschutz als letzter Schritt.

SerumCreme
RolleWirkstoff, meist höher konzentriertFeuchtigkeit halten, abschließen
Texturleicht, wässrigreichhaltiger
Schrittzuerstdanach
Mengewenige Tropfenerbsengroß
Hautgefühlzieht schnell einbleibt spürbar

In der Praxis sieht ein Abend damit so aus:

SchrittProduktMenge
1Reinigungnach Bedarf
2GHK-Cu-Serumwenige Tropfen
3Cremeerbsengroß

Eine Einschränkung gilt unabhängig von der Textur: Vitamin C als reine Ascorbinsäure und Peelings mit AHA oder BHA arbeiten bei niedrigem pH-Wert, in dem der Kupfer-Peptid-Komplex nicht stabil ist. Sie gehören in einen anderen Schritt oder an einen anderen Tag. Welche Wirkstoffe sich sonst kombinieren lassen, steht in der Übersicht Kupferpeptide mit Retinol, Vitamin C oder Niacinamid kombinieren.

Für welche Haut eignet sich was?

Trockene Haut profitiert von einer reichhaltigeren Creme über dem Serum, normale und Mischhaut kommen oft mit einer leichten Textur aus. Im Winter darf die Creme gehaltvoller ausfallen als im Sommer. Empfindliche Haut führt neue Produkte einzeln ein, nicht zwei am selben Abend.

Ein Verträglichkeitstest bleibt in jedem Fall die Regel: vor der ersten vollflächigen Anwendung eine kleine Menge in die Armbeuge auftragen und 24 Stunden beobachten. Kupfer gilt im Vergleich zu anderen Metallen als sehr schwaches Kontaktallergen (Fage u. a., 2014). Achten sollte man trotzdem auf örtliche Reaktionen wie Rötung, ein leichtes Kribbeln oder Trockenheit.

Auf gereizter oder verletzter Haut wird kein Serum aufgetragen. Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine belastbaren Daten vor; wer schwanger ist oder stillt, bespricht die Pflegeroutine mit der Ärztin oder dem Arzt.

Gibt es eine GHK-Cu-Creme von Maison Covelli?

Nein. Maison Covelli führt das Kupferpeptid ausschließlich als Serum: 30 ml, Glasflakon mit Pipette, formuliert und hergestellt in Italien bei einem nach ISO 22716 zertifizierten Hersteller. Welche Creme darüber kommt, bleibt Ihnen überlassen – sie muss nicht dieselbe Marke tragen, um zum Serum zu passen.

Woran sich ein Kupferpeptid-Produkt erkennen lässt, ist bei Creme und Serum identisch: der INCI-Name Copper Tripeptide-1 auf der Verpackung, eine nachvollziehbare Angabe zur Konzentration, eine Pipette oder ein Spender zur Dosierung und eine in der EU verantwortliche Person. Jedes kosmetische Mittel wird vor dem Inverkehrbringen im europäischen Portal CPNP gemeldet. Die genaue Konzentration steht auf der Verpackung.

Ein letzter Hinweis zur Farbe, der bei beiden Texturen gilt: Das Blau stammt vom Kupfer selbst, nicht von einem Farbstoff. An das Peptid gebunden schluckt das Kupferion einen Teil des sichtbaren Lichts und wirft Blau zurück – dasselbe Prinzip, das dem Mineral Covellin seine Farbe gibt und der Maison ihren Namen. Auf der Haut verteilt verschwindet der Ton innerhalb von Sekunden.

Das Serum N°1 · Copper Peptide von Maison Covelli finden Sie in der Kollektion: 30 ml, Glasflakon mit Pipette, formuliert und hergestellt in Italien.

Studien und Quellen

Dieser Beitrag beschreibt kosmetische Mittel und ihre Inhaltsstoffe. Er bezieht sich auf das Erscheinungsbild der Haut und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Hautveränderungen, in der Schwangerschaft oder bei bekannten Unverträglichkeiten wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Häufige Fragen

GHK-Cu-Creme oder Serum – was ist besser?

Keines von beiden ist besser, sie haben verschiedene Aufgaben. Das Serum bringt den Wirkstoff meist höher konzentriert auf die Haut, die Creme hält anschließend Feuchtigkeit und schließt die Routine ab. Wer sich für einen Schritt entscheiden muss, wählt beim Wirkstoff das Serum.

Kann man beides zusammen verwenden?

Ja, das ist sogar der übliche Weg. Serum und Creme stehen nicht in Konkurrenz, sie folgen aufeinander: wenige Tropfen Serum auf die gereinigte Haut, kurz einziehen lassen, danach die Creme. Eine chemische Unverträglichkeit zwischen den beiden Schritten ist nicht beschrieben.

Was kommt zuerst, Serum oder Creme?

Zuerst das Serum, danach die Creme. Die Reihenfolge folgt der Textur: von der leichtesten zur reichhaltigsten. Eine Creme bildet einen Film auf der Haut, der über einem Serum sinnvoll liegt, unter einem Serum aber im Weg wäre. Morgens folgt der Sonnenschutz zuletzt.

Enthält eine Creme weniger Wirkstoff als ein Serum?

Meistens ja, aber nicht zwingend. In einer Creme belegen Fette und Emulgatoren einen großen Teil der Rezeptur, in einem Serum bleibt mehr Platz für Wirkstoffe. Verlässlich ist nur die Angabe auf der Verpackung, nicht die Textur an sich.

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